Aminosäure L-Arginin – Hinweise zur Dosierung

Gefäße L-ArgininDie Aminosäure L-Arginin ist vermutlich die wichtigste Aminosäure, wenn es darum geht, unsere Gesundheit wieder ins natürliche Gleichgewicht zu bekommen. L-Arginin ist der einzige Ausgangsstoff für den Gefäßaktivator NO (Stickstoffmonoxid), so daß L-Arginin vor allem für gesunde Gefäße bedeutend ist (erektile Dysfunktion, Atherosklerose).

Richtige Dosierung von L-Arginin

Eine Überdosierung von L-Arginin ist so gut wie unmöglich: Die richtige Dosierung von L-Arginin ist entscheidend dafür, den gewünschten medizinischen Nutzen zu erreichen. Eine zu geringe Dosierung von L-Arginin führt oft dazu, dass die gewünschten Effekte auf die Durchblutung nicht erreciht werden.

Eine Überdosierung von L-Arginin ist wie gesagt kaum möglich, erst ab 30.000 mg am Tag wird von harmlosen Nebenbedingungen wie gelegentlichen Durchfällen und Magenverstimmungen berichtet. Von dieser Dosierung sind aber alle uns bekannten Produkte auf dem Markt weit entfernt.

Um sicher zu stellen, eine gute Produktqualität medizinischen L-Arginins zu verwenden, sollten Sie spezialisierte Produkte aus deutschen Apotheken verwenden. Nur diese Produkte werden laufend und unabhängig durch die Apotheker selbst bzw. ihre Organisationen und Großhändler eingehendst geprüft.

L-Arginin sollte dauerhaft eingenommen werden

L-Arginin sollte für eine nachhaltige Wirkung dauerhaft eingenommen werden. Die Wirkungen zeigen sich zumeist erst nach vier bis acht Wochen dauerhafter Einnahme, da bei den meisten Patienten der Aminosäurespeicher zuvor völlig erschöpft war. Lassen Sie sich also nicht entmutigen, wenn nach ein bis zwei Wochen der Effekt erst gering spürbar ist.

Einzeldosierungen über 15.000 mg sind möglich, allerdings ist meist eine dauerhafte Einnahme zwischen 3.000 mg und 10.000 mg je Tag zu bevorzugen. Dabei ist eine deutsche Apothekenqualität wegen hohen Reinheit zu bevorzugen, weil damit auch die Verträglichkeit erhöht ist.

Die Einnahme sollte auf 2 bis 3 Portionen pro Tag verteilt werden. Am besten wird L-Arginin aufgenommen, wenn dazu ein halbes bis ein Glas Wasser getrunken wird und es nicht gemeinsam mit einer Mahlzeit eingenommen wird.

Die folgenden Dosierungen empfehlen Mediziner für therapeutische Zwecke:

L-Arginin zur Immunstimulanz

3.000 mg bis 5.000 mg täglich. Bei schweren katabolen Zuständen auch 10.000 mg bis 20.000 mg, gemeinsam mit Omega-3-Fettsäuren.

L-Arginin zur Blutdrucksenkung

Zur Senkung des Blutdruckes werden anfänglich 3.000 mg empfohlen, später ansteigend auf 5.000 mg bis 8.000 mg je Tag.

L-Arginin bei Atherosklerose

Zur Vorbeugung der Arterienverkalkung (Atherosklerose) werden allgemein 5.000 mg bis 9.000 mg je Tag empfohlen. Auch eine Gefahr der Verklumpung der Blutplättchen wird dadurch verringert.

L-Arginin bei erektiler Dysfunktion (Potenzstörung)

Erektionsstörungen BehandlungBei erektiler Dysfunktion empfiehlt sich eine Dosierung von L-Arginin von mindestens 3.000 mg bis besser 5.000 mg, bei dauerhafter Einnahme. Problemfrei kann die Dosierung auch im Einzelfall auf 10.000 mg erhöht werden.
Sofern gleichzeitig PDE-5 Hemmer eingenommen werden, sollte nur die halbe Menge des Medikamentes genommen werden. L-Arginin verstärkt die Wirkung der verschreibungspflichtigen Medikamente.

Verschiedene empfehlenswerte Produkte bei erektiler Dysfunktion haben wir hier verglichen.

L-Arginin zur Steigerung der Fruchtbarkeit des Mannes

Auch der Fruchtbarkeit des Mannes hilft die Aminosäure L-Arginin. Wenn die Beweglichkeit und Qualität der Spermien im Fokus steht, sollte dieselbe Dosierung wie bei erektiler Dysfunktion gewählt werden: mindestens 3.000 mg, besser 5.000 mg je Tag. Nach cirka zwei bis drei Monaten wird ein Spermiogramm zeigen, dass die männlichen Spermien beweglicher und zahlreicher sind, so dass die Chancen für eine Schwangerschaft deutlich zunehmen.

L-Arginin bei Diabetes

Wer die Aminosäure Arginin mit dem Ziel der Senkung des Blutzuckers einsetzen will, kann bereits mit geringeren Dosierungen unter 3.000 mg gute Effekte erzielen.

Die Dosierungsempfehlungen entstammen u.a. folgenden Standardwerken: Uwe Gröber, Orthomolekulare Medizin: Ein Leitfaden für Apotheker und Ärzte; 3. Aufl. (2008); S. 179 ff.; Lothar Burgerstein, Burgersteins Handbuch Nährstoffe; 11. Aufl. (2007); S. 235 ff.; Uwe Gröber; Mikronährstoffe: Metabolic Tuning – Prävention – Therapie; 3. Aufl. (2011); S. 307 ff.. Die Empfehlungen dieser Standardwerke decken sich mit allen uns bekannten Studien.